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Heinz Heger, der Mann mit dem rosa Winkel


Unter dem Pseudonym Heinz Heger erschien 1972 im Merlin-Verlag das Buch Die Männer mit dem rosa Winkel, der erste Bericht eines Homosexuellen über seine KZ-Haft. Es sollte eine Art Klassiker und später in zahlreiche Sprachen übersetzt werden. Wie der Verfasser in seinem Vorwort betont, ist das im Buch Beschriebene ihm nicht selbst widerfahren, vielmehr habe er aufgezeichnet, was ihm von einem überlebenden Rosa-Winkel-Häftling berichtet worden ist.

Dieser Überlebende war Josef K., geboren am 25. Jänner 1915 in Wien. Seine Geschichte von der Verhaftung durch die Gestapo im März 1939, der mehrmonatigen, von einem Gericht verhängten Haftstrafe in einem Wiener Gefängnis, nach deren Absitzen er jedoch nicht entlassen, sondern in Schutzhaft genommen und ins KZ überstellt wurde, von den Erlebnisse in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Flossenbürg und von der Befreiung 1945 erzählte er einem Wiener Bekannten, Hans Neumann (1914-1979).

In rund fünfzehn Sitzungen in den Jahren 1965-67 hat Neumann Josef K.s Erzählungen mitstenographiert und dann – wohl zum Teil auch aus dem Gedächtnis – zu Papier gebracht. Josef K. war es immer ein Bedürfnis gewesen, von der Homosexuellenverfolgung der Nazi und den Greueltaten, die er selbst miterleben mußte, zu berichten. Er hätte all das gerne selber niedergeschrieben, meinte aber, ihm fehlte das Talent dazu. So war es ein glücklicher Zufall, daß er Neumann kennenlernte, der ein Buch über das Schicksal der Homosexuellen in den KZ schreiben wollte. Josef K.s Berichte sollten dann für ein ganzes Buch reichen. Miteinander bekannt machte die beiden ein gemeinsamer schwuler Bekannter, der einen Delikatessenladen besaß und bei dem Josef K. während der Arbeitswoche regelmäßig zur Mittagszeit vorbeischaute.

Obwohl Josef K. über seine KZ-Haft nicht schweigen wollte, wollte er in dem Buch – nicht zuletzt aus Rücksicht auf seine Familie – nicht mit seinem Namen genannt werden. Auch sonst hatte er nicht vor, persönlich mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Immerhin war Homosexualität unter Erwachsenen in Österreich noch bis 1971 strafbar. Als die letzte Sitzung mit Neumann vorbei war und er alles erzählt hatte, verspürte Josef K. jedenfalls große Zufriedenheit und Erleichterung. Sein Bericht würde der Nachwelt erhalten bleiben. Er kümmerte sich dann gar nicht weiter um die Publikation, las auch das fertige Manuskript vor Drucklegung nicht. Neumann suchte einige Jahre vergeblich einen Verlag für das Buch. Die Männer mit dem rosa Winkel war übrigens sein einziges Buch.

Durch den Umstand, daß Josef K. das Manuskript nicht mehr durchgelesen hat, blieben wohl einige Dinge unkorrigiert, die nicht ganz den Fakten entsprachen. Der Authentizität des Berichts hat das keinen Abbruch getan. Als Josef K. das gedruckte Buch las und von seinem Lebensgefährten auf einige dieser Ungenauigkeiten aufmerksam gemacht wurde, tat er das als unwichtig ab. Diese „Großzügigkeit“ in Kleinigkeiten und bei Nebensächlichkeiten war durchaus ein Charakterzug Josef K.s. Ihn störte es überhaupt nicht, daß einige ihn persönlich betreffende Details nicht ganz korrekt waren – Hauptsache, alle geschilderten Ereignisse entsprachen den Tatsachen.

So war Josef K. bei seiner Verhaftung im März 1939 24 Jahre alt – und nicht 22, wie Neumann es zu Papier gebracht hat. Josef K. wurde vom Gericht zu sieben und nicht, wie im Buch steht, zu sechs Monaten Kerker verurteilt. Die bedeutendste biographische Abweichung zwischen dem Protagonisten in Neumanns Buch und dem „realen“ Josef K. liegt indes in der Berufsangabe. Josef K. hat nie studiert. Als er 1939 verhaftet wurde, arbeitete er bei der Post, sein erlernter Beruf war Friseur. Nach der Heimkehr aus dem KZ wurde er allerdings nicht mehr von der Post aufgenommen. Er nahm eine Stelle als Vertreter bei einer traditionsreichen Firma aus der Monarchie, die Leder- und Schuhpflegemittel herstellte, an. Im Alter von 52 wechselte er in die Textilbranche.

Seinen Lebensgefährten, Willi K., lernte Josef übrigens 1946 kennen. Sie waren bis zu Josefs Tod im Jahre 1994 ein Paar. Auch wenn Josef K. aus Rücksicht auf seine Familie nicht an die Öffentlichkeit treten wollte, so lebten sie ihre Partnerschaft doch ganz selbstverständlich und innerhalb ihrer Familien, Verwandtschaft und im Freundeskreis offen und von diesen akzeptiert. Seine Familie und sein Freundeskreis waren Josef K. gerade in der ersten Zeit nach der Rückkehr aus dem KZ sehr wichtig. Er suchte Geselligkeit und Gesellschaft und ging daher sehr viel aus. In späteren Jahren und mit zunehmendem Alter zog er sich freilich lieber in seinen Garten zurück, den er mit Leidenschaft pflegte.

Keine Entschädigung

Der Name Josef K. ist in Österreich auch eng mit den Bemühungen um Wiedergutmachung verbunden. Entschädigung für seine KZ-Haft bekam Josef K. nach dem Krieg von der Republik jedoch keine. Unmittelbar nach der Befreiung, noch 1945, wandte sich Josef K. an die provisorisch eingerichtete Stelle für KZ-Heimkehrer im Wiener Rathaus. Dort gab man ihm jedoch gleich zu verstehen, daß er als „Warmer“ keine Unterstützung zu erwarten hätte. Man schlug ihm allerdings vor, seinen Winkel in den roten der „Politischen“ „umzufärben“, wenn er sich der jeweiligen Partei anschlösse. Dieses Angebot lehnte er – im Gegensatz zu einigen anderen Rosa-Winkel-Häftlingen – ab. Dazu war er zu stolz als Homosexueller. Schließlich wurde er mit einem Bezugsschein für einen Gasherd abgespeist – einen Bezugsschein wohlgemerkt, kaufen mußte er den Herd schon selber!

Als später das Parlament ein entsprechendes Opferfürsorgegesetz (OFG) erließ, fand diese ablehnende Haltung Eingang in das Gesetz. Es sah Entschädigung ausschließlich für aus rassischen, politischen oder religiösen Gründen Verfolgte vor. Verfolgung aufgrund der Homosexualität wurde nicht als typisch nationalsozialistisches Unrecht angesehen, da diese in Österreich sowohl vor als auch nach dem Anschluß verboten war. Und diese Argumentation wurde ausdrücklich auch auf die Schutzhaft im KZ nach Verbüßung der gerichtlich verhängten Strafe angewandt.

An einer Entschädigung nach dem OFG war Josef K. allerdings gar nicht so sehr interessiert, da sie finanziell nicht gerade großzügig war. Die Republik Österreich zahlte den anerkannten Opfern für jedes Monat im KZ eine Entschädigung von rund 850 Schilling. Viel interessanter war für Josef K. die Anerkennung der Haftzeit als Beitragsersatzzeit für die Pension. Als er 1976 in den Ruhestand trat, sprach er bei allen möglichen Stellen in dieser Sache vor – allerdings vergebens. Schriftliche Eingaben machte er zu diesem Zeitpunkt keine. Er ließ es dabei bewenden und wurde an jedem Monatsersten daran erinnert, daß seine Rente durch die sechs Jahre KZ-Haft entsprechend niedriger war. Besonders ärgerlich und empörend fand er dabei den Umstand, daß SS-Wärtern ihre „Dienstzeit“ im KZ sehr wohl als Versicherungsbeitragszeit auf die Pension angerechnet wurde, sofern ihnen keine Verbrechen nachgewiesen werden konnten.

1985 nahm die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien Kontakt mit Josef K auf. Mitarbeiter der HOSI Wien hatten von einem Bekannten vom „Fall“ Josef K. gehört. Es kam zu einem Gespräch, bei dem die HOSI Wien ihre volle Unterstützung für seine Bemühungen um Wiedergutmachung zusagte.

Josef K. entschloß sich jedoch, weitere Schritte zu setzen, ohne die HOSI Wien beizuziehen bzw. darüber zu informieren: Im Juli 1986 machte er eine Eingabe bei der Volksanwaltschaft. Diese setzte sich in bewundernswerter Weise für die Sache ein, scheiterte aber an der Pensionsversicherungsanstalt und am Sozialministerium. Im März 1988 teilte die damalige Volksanwältin Franziska Fast Josef K. mit Bedauern mit, daß man nichts für ihn erreichen konnte. Daraufhin schrieb Josef K. an Bundeskanzler Franz Vranitzky. Im August 1988 ließ die Volksanwaltschaft zu Josef K.s Überraschung wissen, daß man in seiner Angelegenheit mit dem Sozialministerium weitere Gespräche und Abklärungen durchführen werde.

1988 beging Österreich sein großes Bedenkjahr – der Anschluß jährte sich zum 50. Mal. Die HOSI Wien nahm es zum Anlaß, nachdrücklich ihre Forderung nach Wiedergutmachung zu stellen. Unterstützt wurden diese Bemühungen durch die Grünen mittels entsprechender parlamentarischer Anfragen an den Sozialminister. 1988 und 1989 befaßte sich zudem der Nationalrat mit Novellierungen des OFG sowie des ASVG. Die Erweiterung des Begünstigtenkreises auf Homosexuelle scheiterte jedoch an den drei etablierten Opferverbänden, die sich vehement dagegen wehrten.

Ähnlich erfolglos blieb 1990 ein Gespräch der HOSI Wien mit dem damaligen Sozialminister Walter Geppert. Es wurde allerdings in Aussicht gestellt, Einzelfälle wohlwollend prüfen zu wollen. Man dachte offenbar an eine typisch österreichische Lösung: Mögliche Einzelfälle hätte man auf dem Kulanzweg positiv beschieden, zu einer anständigen offiziellen Lösung war man nicht bereit. Die HOSI Wien sollte solche Fälle namhaft machen. Im Ministerium wären keine Fälle bekannt. Das war eine glatte Lüge – denn zu diesem Zeitpunkt war das Ministerium bereits durch die Volksanwaltschaft mit dem Fall Josef K. befaßt worden, was die HOSI Wien aber damals noch nicht wußte.

Das Sozialministerium weigerte sich auch, seine umfangreichen Akten selbst auf Rosa-Winkel-Häftlinge zu überprüfen. Daß die HOSI Wien zu diesem Zeitpunkt keinen einzigen konkreten Fall vorlegen konnte – von Josef K. nahm sie ja an, daß er kein Interesse hatte –, war für das Ministerium willkommener Vorwand, eine Änderung der gesetzlichen Regelungen abzulehnen – die HOSI Wien hatte ein eigenes Opferfürsorgegesetz für Homosexuelle vorgeschlagen, um den Konflikt mit den politischen Opferverbänden zu umgehen. Überdies war das Ministerium nicht bereit, selbst Aufrufe an homosexuelle Opfer über die Massenmedien und geeignete Kanäle zu richten.

Schließlich wandte sich die HOSI Wien auf Anraten einer Abgeordneten ebenfalls an die Volksanwaltschaft. Im Mai 1992 kam es zu einem Gespräch mit der mittlerweile neuen Volksanwältin Evelyn Messner. Sie berichtete, daß sie noch nie mit der Frage der Wiedergutmachung für ein homosexuelles NS-Opfer konfrontiert worden war. Allerdings lag ihr gerade eine Beschwerde in einer Pensionssache vor. Die Volksanwältin gab zu verstehen, daß sie persönlich die Nichtentschädigung von homosexuellen NS-Opfern als großes Unrecht empfände, die Volksanwaltschaft indes keine Möglichkeit hätte, entsprechende Initiativen im Parlament zu setzen. Sie wollte jedoch das Anliegen in ihren Tätigkeitsbereich an den Nationalrat aufnehmen. Was sie auch tat – auf diese ihre Initiative ist es zurückzuführen, daß das Parlament im Juni 1995 ein Gesetz über die Gründung eines Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus verabschiedete, der in erster Linie für die bis dahin „vergessenen“ Opfer gedacht war. Das Gesetz sieht ausdrücklich vor, daß der Fonds auch an wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgte Personen Leistungen erbringen kann. Zwei Personen sollten schließlich aus diesem Grund Zahlungen aus diesem Fonds (je 70.000 Schilling) erhalten.

Aber zurück ins Jahr 1992: Der Volksanwaltschaft gelang es schließlich doch noch, die Anrechnung der KZ-Zeit auf Josef K.s Pension durchzusetzen. Im Oktober 1992 erhielt er ein entsprechendes Schreiben von der Volksanwältin – die positive Erledigung seiner Eingabe hatte sich über sechs Jahre hingezogen! Begründung fand sich im Bescheid der Pensionsversicherungsanstalt keine. Die Rechtslage war und ist jedenfalls genauso eindeutig wie beim OFG: Laut Allgemeinem Sozialversicherungsgesetz (ASVG) können Ersatzzeiten für Pensionsbeiträge nicht für Haftzeiten aufgrund eines Tatbestands, der auch vor und nach dem Anschluß bestraft wurde, anerkannt werden. Der Differenzbetrag wurde Josef K. dann auch für die bisherigen Pensionsjahre nachgezahlt. Nach der Neuberechnung hatte seine Pension jedoch dann eine Höhe erreicht, durch die er seine bisherigen Ansprüche als Mindestrentner auf Mietzinsbeihilfe und diverse Gebührenbefreiungen verlor. Unterm Strich hatte er daher trotz der Neufestsetzung der Pension nicht viel mehr. Dennoch war es ihm eine Genugtuung, eine volle Pension zu beziehen und nicht von Beihilfen leben zu müssen. Josef K. ist der einzige österreichische Rosa-Winkel-Häftling, dem seine KZ-Haft als Ersatzzeit auf die Pension angerechnet worden ist.

Als die HOSI Wien von diesem positiven Ausgang der Pensionsangelegenheit erfuhr, kontaktierte sie Josef und seinen Lebensgefährten Willi. Der Autor dieser Zeilen suchte die beiden im März 1993 auf – übrigens, das erste und einzige Mal, daß er mit Josef K. zusammentraf –, um sie zu überreden, jetzt doch auch um Wiedergutmachung nach dem OFG anzusuchen. Das Ministerium bestehe ja darauf, mit Einzelfällen befaßt zu werden, und habe ja wohlwollende Prüfung zugesagt. Josef K. wollte es sich überlegen – der Gedanke, sich wieder mit diesem Teil seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen, war ihm doch lästig. Er entschloß sich zwar dann, den Antrag zu stellen, tat dies aber wieder ohne fremde Hilfe.

Ich hörte nach meinem Besuch nichts mehr von den beiden. Als ich mich im Februar 1994 telefonisch wieder meldete, erfuhr ich von Willi, daß der eingebrachte Antrag auf Ausstellung eines entsprechenden Opferausweises im Dezember 1993 vom zuständigen Amt der Wiener Landesregierung abgelehnt worden war. Zu diesem Zeitpunkt hatte Josef K. bereits vier Schlaganfälle, einen langen Krankenhausaufenthalt hinter sich und war in einem Pflegeheim aufgenommen. Willi wollte aufgrund von Josefs Gesundheitszustand gegen den negativen Bescheid nicht mehr berufen. Ich konnte Willi aber dazu überreden. Wie es der Zufall wollte, telefonierten wir am letzten Tag der Einspruchsfrist. Es blieb also wenig Zeit, die Berufung zu schreiben. Gemeinsam formulierten wir die erforderliche Einspruchsbegründung und faxten ein paar Minuten vor Mitternacht den Einspruch ans Amt der Wiener Landesregierung.

In den nächsten Tagen telefonierte die HOSI Wien mit der zuständigen Magistratsabteilung, um Druck für eine rasche Entscheidung zu machen. Dabei erfuhr sie, daß der erstinstanzliche negative Bescheid nach Rück- und in Absprache mit dem Sozialministerium erlassen wurde. Merkwürdig – wollte das Ministerium doch mögliche Fälle wohlwollend prüfen. Die HOSI Wien telefonierte daraufhin wieder mit dem Büro des Sozialministeriums, um sich über diesen Umstand empört Luft zu machen. Ihr wurde erklärt, das Ministerium könnte erst – im positiven Sinne – tätig werden, wenn es aufgrund des Instanzenzugs mit der Sache befaßt würde. Daher mußte der Antrag in erster Instanz abgelehnt werden. Die HOSI Wien deponierte jedenfalls angesichts des Gesundheitszustands von Josef K. eindringlich die Forderung nach rascher und positiver Berufungsentscheidung und bestand auf einem neuerlichen Gesprächstermin mit dem Minister – auch dieser hatte inzwischen gewechselt. Schließlich wurde ein Termin mit seinem Sekretär für den 11. April vereinbart.

Josef K. verstarb am 15. März 1994 im 80. Lebensjahr, ohne jemals von der Republik Österreich für seine KZ-Haft entschädigt worden zu sein. Die Bürokratie und ihre Zyniker der Macht hatten einmal mehr obsiegt.

Josef K.s Lebensgefährte Willi K. lebt heute 77 jährig in Wien.

Source : Kurt Krickler, HOSI Wien.

Photo : Entrée du camp de Sachsenhausen, situé à une trentaine de kilomètres de Berlin (no copyright).

Pink-triangle prisoners at Buchenwald

Pink-triangle prisoners at Buchenwald concentration camp

Not long after the establishment of the Nazi regime homosexual men were already being sent to concentration camps. In many cases this happened as an exemplary measure of terror. Corresponding regulations were only issued some time later to give an appearance of legality. Himmler's order of 14 December 1937 and his decree of 12 July 1940 defined the target groups as sex criminals, by which he especially meant 'corrupters of youth', 'rent boys' and those with related previous convictions. Thus, not every man convicted under Section 175 had to reckon with deportation to a concentration camp after the end of his sentence. And yet, where political considerations were involved, the provisions could be interpreted in such a way that an arbitrary attribution of one of the above labels opened the way to such a harsh punishment.(1)

Buchenwald concentration camp started operating in 1937 and was soon admitting its first homosexual men. By the end of 1938 28 prisoners were already wearing the pink triangle; the figure went up to 46 by late 1939 and stood at 51 two years later. As a result of Himmler's directive of 12 July 1940 - 'in future, after their release from prison, all homosexuals who have seduced more than one partner should be taken into preventive police detention'- the number of male homosexuals also rose at Buchenwald, passing a hundred for the first time in 1942. At the end of 1943 the camp held 169, and a year later 189. The figures were small in comparison with the total number of prisoners there - well below one per cent in every year.(2)

Deportation was justified on the absurd grounds that 'encouragement to perform regular work' would help to cure male homosexuals of their unnatural inclinations'. According to Heydrich's cynical classification of 1941, Buchenwald was a Category II concentration camp. This meant that, together with Flossenbürg, Neuengamme and Auschwitz, it was to be used for 'severely disturbed persons in protective custody' who were still 'capable of being educated'.

Their daily life was governed by the inhuman conditions of the camp. In addition there was the stigma of being a homosexual, which gave them a dangerous special status. They were isolated in many different senses: from their friends, who did not dare write for fear of themselves being registered as homosexuals; from their family, which out of 'shame' might disown father or son and might in the case of death - as we know from the file of Karl Willy A. - even refuse to accept the urn or hold a funeral; and from other groups of prisoners, who avoided men with the pink triangle both to keep clear of suspicion and because they shared the widespread prejudices against 'queers'. But the homosexual prisoners were also isolated from others like themselves, for gay men are seldom bound together by anything more than their sexual orientation. There was no question of the kind of solidarity that was evident among political prisoners or Jehovah's Witnesses. And they had correspondingly little influence in the prisoners' structure of communication and authority.

Until autumn 1938 male homosexuals were allocated to the political blocks. But from October they were sent en masse to do quarry work in the punishment battalion, where inhuman working conditions and the arbitrary violence of the SS claimed ever more victims. In the summer of 1942 they started to work with other prisoners in the war industry, and in the autumn or winter of 1944 were deported to the centers producing V-2 weapons in the 'Dora' out-camp near Nordhausen.(3) Catastrophic conditions of internment, heavy labour in the underground galleries and a generally poor state of health brought death to most of them. Thus, 96 homosexual prisoners died between 8 and 13 February 1945 alone - more than half the number interned in Buchenwald up to that time.

Reports of fellow-prisoners, such as Walter Poller who worked as a doctor's secretary in the sick-bay in 1939 and 1940, indicate that most of the homosexuals deported to Buchenwald were castrated.(4) But it has since become known that they were also used for the dreadful typhus fever experiments. As these were very incompletely documented, we cannot definitively gauge the scale on which they were carried out.(5) So far five homosexual men have been identified in this context; and the refusal to hand over the dead body of Karl Willy A. suggests that he too should be counted among the victims.

The situation of homosexuals at Buchenwald concentration camp
Report from spring 1945 (Extracts)(6)

[... ] Until autumn 1938 homosexuals were divided among the political blocks, where they went relatively unnoticed. In October 1938 they were sent en masse to the punishment battalion and had to work in the quarry, whereas previously all other units had been open to them. Apart from a few recorded cases, every member of the punishment battalion had the prospect of being transferred after a certain time to a normal block where living and working conditions were significantly better, but this possibility did not exist for homosexuals.

Precisely during the hardest years they were the lowest caste in the camp. In proportion to their number they made up the highest percentage on transports to special extermination camps such as Mauthausen, Natzweiler and Gross Rosen, because the camp always had the understandable tendency to ship off less important and valuable members, or those regarded as less valuable. In fact, the wider deployment of labor in the war industry brought some relief to this type of prisoner too - for the labor shortage made it necessary to draw skills from the ranks of such people, although in January 1944 the homosexuals, with very few exceptions, were still going to the 'Dora' murder camp, where many of them met their death. The striking fates of a few homosexuals at Buchenwald may afford some insight into the conditions.

L. Adloff, a librarian at the State Library in Berlin and a collaborator of the left-leaning periodical Die Weltbühne, was arrested as a political suspect in 1938; he was also under suspicion of homosexuality. In summer 1938 he was sent as a political to Buchenwald concentration camp. In October 1938, when all homosexuals and others under suspicion were sent to the punishment battalion, he had the sign of homosexuals, a pink triangle, put on him and went to work in the quarry. In January 1939 he was sent to Mauthausen concentration camp, where terrible conditions prevailed. While working in the quarry there he suffered a leg injury which developed into a huge inflammation, and in the same year he was shipped as an invalid to the concentration camp at Dachau. After severe mistreatment at the hands of the Dachau sick bay kapo 'Heathen joe' [Heiden-Sepp], he was sent as an invalid to Buchenwald camp, then returned as an invalid to Dachau, then sent back to Buchenwald in autumn 1941 where he finally remained and died. This constant moving of broken people had the result that they died off like flies with every change of conditions. In Dachau in 1941 he picked up a sentence for some trifling incident, and although he was already punished in Dachau he received 25 lashes twice more in Buchenwald as well as a few weeks in a detention cell. Jail was then an absolutely deadly place to be: he had long been written off in his block before the sheer miracle of his return. But meanwhile the leg inflammation, which had never healed, developed in such a way as to cause serious damage to his heart. As he was a naturally strong person and had enormous will-power, he pulled himself along for another month until pleurisy prepared the end in April 1943.

In the spring of 1942 a Berlin writer called Dähnke was sent to the camp as a homosexual. The main reason for his internment, however, was political statements which had brought him to the attention of the Gestapo. One morning, after he had been working for several months in the quarry, he was taken by someone on fatigue duty to the sick bay and presented to the camp doctor as suffering from TB. As a matter of fact he was having chest trouble. The camp doctor at first wanted to put him in the TB unit for treatment, but when D., not knowing how things stood, mentioned that he was really there for political reasons, the doctor sat up and took notice, realized that he was dealing with a homosexual, and had him taken into the room reserved for the death list. Two days later he was given the lethal injection. H. D., an office worker born in 1915, was arrested on 20.4.1938 because of an illegal trip abroad to Prague. He had tried to make contact with the Russian Consulate in Prague so as to get away from Germany; the Gestapo suspected him of being an underground Communist courier. At the same time, a friend with whom he had been in a relationship of trust was arrested and forced to confess. The charges of high treason had to be dropped, because nothing could be proved against D. and nothing could be got out of him. So he only received three-and-a-half years' imprisonment for unnatural sex acts. After serving his sentence, he was sent to Buchenwald in November 1941. The first impression he had was of the bodies of various people who had died in the punishment battalion, which were thrown in front of the door like sacks of flour. On the same evening a young homosexual hanged himself - everyone calmly went on eating, nobody cared a jot about it. Still on the same evening, a prisoner who had already been there a long time told him that he would have to work in the quarry, that the kapo was a terrible man, that especially §176 people (relations with juveniles) were done for, and that he should be careful although there was no point in keeping quiet about anything. After an agonizing sleepless night, D. decided to prepare himself for every eventuality: he mentioned to the kapo that he had been told such and such and that he did not want to hang himself, and asked him for advice about what he should do. But he got the exact opposite of what he wanted. The kapo, Herzog, was a former member of the foreign legion, extremely brutal, apparently homosexual-sadistic and with a frightening tendency to become frenzied; if someone was beaten by him it was all over. Herzog was determined to find out who had spoken to D. and he threatened him with some terrible things. But as D. realized that it would mean curtains for his comrade in suffering, he refused to reveal the name of the man who had warned him. The next day he was sent to work on the quarry wagon - an exhausting and dangerous job. Anyone who could not keep going was tossed on the wagon and then dumped on a heap of stones. Then Herzog either trampled them to death without further ado, or poured water down their throat for so long that they suffocated. If anyone still survived, Herzog treated him as a malingerer and crushed him underfoot. Although D. was young and strong, the work exhausted him so much that only the end of the day saved him from collapse. Next morning the friend who had warned him, now grateful for his silence, took him to another part of the quarry where the work was a little easier and where he was out of the kapo's line of sight for the next few weeks. After three weeks or so, however, Herzog remembered him, again asked for the name and presented him with an ultimatum: at a certain hour he would drive him through a cordon of duty sentries. D. knew this was deadly serious and he was ready for anything. He was saved by a sheer miracle. An hour before the appointed time, Herzog was called to the door and quite unexpectedly released from the camp. (The word later went round in the camp that he had been stabbed to death in his home area.) On 4.1.42 D. was sent to the typhus fever experimental ward, where young homosexuals were favorite guinea-pig material. He came through the illness but suffered from heart trouble as a result. On 15.7.42 he was discharged from the ward to perform light quarry work. Meanwhile things had become quite wild in the block. Assisted by isolation from the other camp and more supported than supervised by the SS, a number of bandits were completely terrorizing the workforce, stealing the packets they were supposed to receive since winter 1941, and holding real orgies of brutality and the most shameless sadism. Sexual abuse and the foulest murder were the order of the day. The battle still raging between politicals and the Greens (criminals) who wanted to get control still tied the hands of the Reds for the time being. Only after some months was it possible to clean out the Augean stables - which was made casier by the fact that some of the guys were sending each other to kingdom come. One incident described by D. throws a revealing light on the conditions. The punishment battalion was not allowed to smoke. But people on the typhus ward bought things like everyone else, and that included tobacco. As they had also not been allowed to smoke on the typhus ward, they all naturally had a small stock of tobacco and cigarettes. The first thing the block elder, a former SS man, did was to ask all those who returned to hand over their tobacco. When they hesitated for a moment, he singled one out, spread him over a table and counted out 25 lashes - whereupon the tobacco and cigarettes shifted double-quick into his pocket.

The liquidation methods had meanwhile changed somewhat. Until early 1942 a sorting of new arrivals had undoubtedly been carried out in the political department. People - especially §176 homosexuals - were called to the door a few days after their arrival and moved into the cells. Some days later came the announcement of death. From spring 1942 the cell murders stopped. But to make up for it the second camp Führer, Gust, turned to the now compliant quarry kapo, Müller, generally known as 'Waldmüller' [forest miller]: he came to see him nearly every day, shook hands and regaled him with cigarettes, and no doubt gave him instructions. The number of people 'shot white attempting to escape' was terrifyingly high in the summer of 1942. For the sake of appearances, it was felt necessary to post quarry trustees as sentries to hold people back. D., who stood out from the others by his human qualities, was made a sentry and witnessed some hideous scenes. [...]

In autumn 1942 these quarry shootings came to an end. The greater use of prisoners' labour forced the SS to be a little more sparing with its 'human material', and the forces of order in the camp finally managed to wrest away its instruments of murder. Later, when conditions eased a little, D. managed to get sent to a better unit, to hold on in the camp by keeping a clean slate, and to appear as a witness at trials as one of the few to have survived.


(1) See in general R. Lautmann/W. Grischkat/E. Schmidt, 'Der Rosa Winkel in nationalsozialistischen Konzentrationslagern', in R. Lautmann, ed., Seminar: Gesellschaft und Homosexualität, Frankfurt/Main 1977, pp. 325-365.

(2) G. Grau, 'Homosexuelle im KZ. Buchenwald', in S. N. Rapoport and A. Thom, eds., Das Schicksal der Medizin im Faschismus, Berlin 1989, pp. 67-69; and W. Röll, Homosexuelle Häftlinge im KZ. Buchenwald, Weimar-Buchenwald 1991.

(3) For an account of the 'Dora'camp (but without any reference to the group of homosexual prisoners), see E. Pachaly and K. Pelny,'KZ Mittelbau Dora. Terror und Widerstand', Buchenwaldheft 28, Weimar-Buchenwald 1987.

(4) W. Poller, Arztschreiber in Buchenwald, Hamburg 1947.

(5) On the typhus experiments in general see W. Scherf, 'Die Verbrechen der SS-Ärzte im KZ Buchenwald. Der antifaschistische Widerstand. 2. Beitrag: juristische Probleme', diss., criminal law department, Humboldt University, Berlin 1987.

(6) Passages omitted here do not specifically refer to the situation of homosexual prisoners at Buchenwald. Cf. the unabridged version and commentary in Zeitschrift fur Sexualforschung, Vol. 2, 1989, pp. 243-253.


Source: Hidden Holocaust ?, Günter Grau, Cassell, 1995. Translated from German by Patrick Camiller.

Lesbiennes sous le IIIe Reich : disparaître ou mourir

Bien peu d'historiens se sont intéressés au sort réservé aux lesbiennes durant le IIIe Reich. Rafles, internement, viols, «thérapies» par la prostitution, tel était leur lot sous le régime nazi. Les travaux d'une chercheuse allemande, Claudia Schoppmann, révèlent des pratiques peu connues du grand public.

Que sait-on de la vie des lesbiennes sous le régime nazi ? Pratiquement rien. Le sort des lesbiennes a rarement intéressé les chercheurs. On dit même souvent qu'elles n'auraient pas souffert. Étonnant quand on sait que l'idéologie nationale-socialiste considérait l'homosexualité comme une tare et que toute femme ne respectant pas son rôle de femme mariée et de mère pour perpétuer la race pure, attirait les soupçons.

Rendre compte de la persécution des lesbiennes, en l'absence de documents concrets, de lettres, de témoignages, reste un défi pour les historiens. Presque seule à s'intéresser à ce versant de l'Histoire, une chercheuse allemande, Claudia Schoppmann, nous livre pourtant de précieuses informations(1). Faute de données, Claudia Schoppmann se tourne en effet vers le témoignage pour restituer une image de l'histoire collective des lesbiennes qui, autrement, risquerait de se perdre.

L'un de ses ouvrages, Zeit der Maskierung: Lebensgeschichten lesbischer Frauen im «Dritten Reich», traduit en anglais(2) mais malheureusement pas encore en français, est un recueil de récits poignants qui dessinent une histoire de la répression des lesbiennes allemandes sous le joug nazi. Dans ces témoignages, on retrouve l'effervescence et l'ambiance euphorique du Berlin lesbien des années 20. La ville compte un nombre impressionnant de bars, de clubs, d'associations, de magazines destinés aux lesbiennes. Cet essor et ce dynamisme se heurtent malgré tout à de virulentes attaques lesbophobes.

Dès 1909, le gouvernement essaie d'inclure les femmes dans le fameux paragraphe 175, qui condamne les activités homosexuelles entre hommes. Plus tard, pendant des années, des juristes, des criminologues, des théoriciens du parti nazi font de nouveau pression pour que l'homosexualité féminine entre dans le paragraphe 175. Pour eux c'est «une menace morale à la pureté de la race», une façon de «soustraire les femmes aux hommes et à l'institution du mariage».

Le lesbianisme n'entrera pourtant jamais dans le paragraphe 175, pour plusieurs raisons : dans la société allemande, les femmes sont exclues des postes politiques et administratifs importants. Leur influence est donc peu redoutée. De plus, d'après des conclusions médicales de la fin du XIXe siècle, l'homosexualité féminine ne serait pas antinomique avec le désir de se marier et de fonder une famille. Cette théorie conforte l'idéologie nazie qui préfère croire que l'homosexualité se soigne. La thèse d'une homosexualité innée répandue en Allemagne pourrait mettre à mal le concept de «race maîtresse pure». Enfin, les relations «intimes» entre femmes sont trop courantes, trop difficiles à identifier. Le meilleur moyen de ne pas «encourager la diffusion de l'épidémie» chez les femmes est donc de la passer sous silence.

Les lesbiennes échappent ainsi aux graves condamnations infligées aux hommes homosexuels: 50 000 d'entre eux sont condamnés sous le paragraphe 175, parmi eux, 15 000 sont internés en camps de concentration et les deux tiers n'en reviennent pas. En revanche, ce silence autour des lesbiennes ne permet pas de mesurer l'étendue de leur persécution, le plus souvent cachée sous des prétextes divers, ni de dégager des chiffres.

Rafles dans les bars

L'arrivée au pouvoir d'Hitler en 1933 frappe de plein fouet la communauté lesbienne. Les rafles dans les lieux lesbiens sont si fréquentes qu'ils ferment tous rapidement. A Berlin, seuls deux ou trois bars – des arrières salles – ouvriront dans la clandestinité. La presse lesbienne est interdite, les associations dissoutes et un témoignage prouve que les nazis dressent des listes de lesbiennes.

De nombreux témoignages recueillis par Claudia Schoppmann montrent que les lesbiennes vivent dans la peur des dénonciations. Elles craignent également, à juste titre, les licenciements, car les lesbiennes sont licenciées quand elles sont «découvertes» sur leur lieu de travail. La plupart des femmes interrogées racontent qu'afin de passer inaperçues, elles changent leur apparence et adoptent une allure féminine correspondant aux canons nazis. La pression sociale sur les lesbiennes est telle que nombreuses sont celles qui se marient, certaines avec des homosexuels. Finalement, le seul moyen de ne pas être persécutée en tant que lesbienne, c'est de rentrer dans le rang… et de ne plus l'être.

On sait que de nombreuses lesbiennes sont pourtant arrêtées, emprisonnées ou envoyées en camps de concentration. On trouve dans Zeit der Maskierung le récit de Lotte Hahm, une des plus grandes militantes lesbiennes berlinoises, arrêtée avant la guerre et envoyée en camp de travail pendant plusieurs années en raison de ses activités, entre autres la gestion d'associations et de clubs.

La présence de blocs réservés aux lesbiennes est attestée dans certains camps, comme à Bützow (ex-R.D.A.) où les lesbiennes étaient maltraitées et humiliées. Les SS incitaient les prisonniers du camp à les violer. Dans le camp de femmes de Ravensbrück, les lesbiennes portaient un triangle rose avec le sigle «LL» (Lesbische Liebe, amour lesbien) (3). Mais le plus souvent, les lesbiennes portent le triangle [noir] des «asociales». Ce terme désigne tous ceux qui ne se conforment pas aux normes; il comprend les sans abris, les chômeurs, les prostituées [...].

Contraintes à la prostitution

Claudia Schoppmann rapporte le témoignage d'un homosexuel (4), Erich H, qui a rencontré Else (on ne connaît pas son nom de famille) dans un camp. Elle travaillait à Potsdam comme serveuse et vivait avec son amante. Elle est arrêtée apparemment en raison de son homosexualité mais est enregistrée à Ravensbrück comme «asociale». Elle est ensuite emmenée au camp de Flossenbürg où la plupart des prisonniers sont des hommes «asociaux» ou «criminels». C'est au bordel du camp qu'ils se rencontrent, en 1943. Des bordels sont en effet mis en place, à partir de 1942, dans bon nombre de camps de concentration. On y voyait le moyen d'accroître l'efficacité des travailleurs forcés dans l'industrie de l'armement. D'après Claudia Schoppmann, Himmler considérait aussi les bordels comme un moyen de combattre l'homosexualité masculine.

Un grand nombre de prisonnières sont forcées d'entrer dans les bordels des camps. D'après Erich H «les nazis aimaient tout particulièrement faire travailler des lesbiennes dans les bordels. Ils pensaient que ça les remettait dans le droit chemin.» Après avoir passé plusieurs mois au bordel de Flossenbürg, on pense qu'Else a ensuite été déportée dans un camp d'extermination (Auschwitz) et qu'elle y est morte. C'était en effet le sort réservé au bout de six mois à toutes celles qui étaient envoyées dans les bordels.

Si elles ont le malheur d'être juives, les lesbiennes sont évidemment particulièrement menacées. Claudia Schoppmann évoque le cas d'Henny Schermann internée en mars 1940 et de Mary Pünjer internée en octobre 1940, toutes deux à Ravensbrück. Elles sont sélectionnées par Friedrich Mennecke, qui les déclare «indignes de vivre», comme des dizaines de milliers d'autres «patients». Le «diagnostic» d'Henny Schermann la décrit ainsi: «lesbienne compulsive; fréquentant seulement ce genre de bars et de clubs. N'utilisait pas son prénom Sara. Juive apatride (5).» Quant à son avis sur Mary Pünjer: «Lesbienne très active. Fréquente sans cesse les clubs lesbiens et s'exhibe avec ses congénères.» Elles sont envoyées à la chambre à gaz au début de 1942.

Combien de lesbiennes ont-elles été tuées comme elles sous le IIIe Reich? Combien ont été violées, combien ont dû se cacher parce qu'elles étaient lesbiennes? La lesbophobie, qui n'est pas une prérogative du IIIe Reich, rend aujourd'hui toute évaluation impossible. Pourtant, il serait dangereux de minimiser la persécution des lesbiennes, sous prétexte qu'elle a été effacée par leurs tortionnaires et par l'Histoire. (...)

1/Lire aussi les travaux en allemand de la sociologue Ilse Kokula
2/ Days of Masquerade: Life stories of lesbians during the Third Reich
3/ Ilse Kokula, Der Kampf gegen Unterdrückung, Verlag Frauenoffensive
4/ Tiré de Ganz normal anders. Auskünfte schwuler Männer aus der DDR de Jürgen Lemke
5/ A partir de 1941, tous les juifs sont déchus de la nationalité allemande

Texte : Edna Castello pour 360° Magazine, octobre 2004.

Illustration : L'idéal féminin du IIIe Reich. "La fiancée du paysan", toile de Sepp Hilz. (orig : L'Art Nazi, A. Guyot et P. Restellini, Editions Complexe 1996).
"Himmler, un gratte-papier arriviste, borné et méticuleux, accidentellement nanti de moyens disproportionnés par rapport à sa médiocrité, avait, dès 1933, organisé l'empire souterrain du nazisme : Sachsenhausen, Neuengamme, Buchenwald, Gross-Rossen, Flossenbürg, Mauthausen, Natzweiler."

Heinrich Himmler fut le principal architecte de la politique de répression et d'éradication mise en oeuvre à l'encontre des homosexuels. Petit-bourgeois issu d'une famille catholique très stricte, il adhère à la SS alors qu'elle n'est qu'un groupuscule. En 1929, Hitler le remarque et le nomme chef suprême de la SS avec le titre de Reichsführer. Himmler fera de cette organisation le fer de lance du nazisme et réunira entre ses mains un appareil répressif et policier d'une redoutable efficacité. A la tête de l'Etat SS, il dirigera la politique d'extermination du Troisième Reich.

Texte : Ravensbrück, Germaine Tillion, Hachette, 1992

Photo : Le Reichsführer--S.S. Heinrich Himmler. (orig : USHM)