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Heinz Heger, der Mann mit dem rosa Winkel


Unter dem Pseudonym Heinz Heger erschien 1972 im Merlin-Verlag das Buch Die Männer mit dem rosa Winkel, der erste Bericht eines Homosexuellen über seine KZ-Haft. Es sollte eine Art Klassiker und später in zahlreiche Sprachen übersetzt werden. Wie der Verfasser in seinem Vorwort betont, ist das im Buch Beschriebene ihm nicht selbst widerfahren, vielmehr habe er aufgezeichnet, was ihm von einem überlebenden Rosa-Winkel-Häftling berichtet worden ist.

Dieser Überlebende war Josef K., geboren am 25. Jänner 1915 in Wien. Seine Geschichte von der Verhaftung durch die Gestapo im März 1939, der mehrmonatigen, von einem Gericht verhängten Haftstrafe in einem Wiener Gefängnis, nach deren Absitzen er jedoch nicht entlassen, sondern in Schutzhaft genommen und ins KZ überstellt wurde, von den Erlebnisse in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Flossenbürg und von der Befreiung 1945 erzählte er einem Wiener Bekannten, Hans Neumann (1914-1979).

In rund fünfzehn Sitzungen in den Jahren 1965-67 hat Neumann Josef K.s Erzählungen mitstenographiert und dann – wohl zum Teil auch aus dem Gedächtnis – zu Papier gebracht. Josef K. war es immer ein Bedürfnis gewesen, von der Homosexuellenverfolgung der Nazi und den Greueltaten, die er selbst miterleben mußte, zu berichten. Er hätte all das gerne selber niedergeschrieben, meinte aber, ihm fehlte das Talent dazu. So war es ein glücklicher Zufall, daß er Neumann kennenlernte, der ein Buch über das Schicksal der Homosexuellen in den KZ schreiben wollte. Josef K.s Berichte sollten dann für ein ganzes Buch reichen. Miteinander bekannt machte die beiden ein gemeinsamer schwuler Bekannter, der einen Delikatessenladen besaß und bei dem Josef K. während der Arbeitswoche regelmäßig zur Mittagszeit vorbeischaute.

Obwohl Josef K. über seine KZ-Haft nicht schweigen wollte, wollte er in dem Buch – nicht zuletzt aus Rücksicht auf seine Familie – nicht mit seinem Namen genannt werden. Auch sonst hatte er nicht vor, persönlich mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Immerhin war Homosexualität unter Erwachsenen in Österreich noch bis 1971 strafbar. Als die letzte Sitzung mit Neumann vorbei war und er alles erzählt hatte, verspürte Josef K. jedenfalls große Zufriedenheit und Erleichterung. Sein Bericht würde der Nachwelt erhalten bleiben. Er kümmerte sich dann gar nicht weiter um die Publikation, las auch das fertige Manuskript vor Drucklegung nicht. Neumann suchte einige Jahre vergeblich einen Verlag für das Buch. Die Männer mit dem rosa Winkel war übrigens sein einziges Buch.

Durch den Umstand, daß Josef K. das Manuskript nicht mehr durchgelesen hat, blieben wohl einige Dinge unkorrigiert, die nicht ganz den Fakten entsprachen. Der Authentizität des Berichts hat das keinen Abbruch getan. Als Josef K. das gedruckte Buch las und von seinem Lebensgefährten auf einige dieser Ungenauigkeiten aufmerksam gemacht wurde, tat er das als unwichtig ab. Diese „Großzügigkeit“ in Kleinigkeiten und bei Nebensächlichkeiten war durchaus ein Charakterzug Josef K.s. Ihn störte es überhaupt nicht, daß einige ihn persönlich betreffende Details nicht ganz korrekt waren – Hauptsache, alle geschilderten Ereignisse entsprachen den Tatsachen.

So war Josef K. bei seiner Verhaftung im März 1939 24 Jahre alt – und nicht 22, wie Neumann es zu Papier gebracht hat. Josef K. wurde vom Gericht zu sieben und nicht, wie im Buch steht, zu sechs Monaten Kerker verurteilt. Die bedeutendste biographische Abweichung zwischen dem Protagonisten in Neumanns Buch und dem „realen“ Josef K. liegt indes in der Berufsangabe. Josef K. hat nie studiert. Als er 1939 verhaftet wurde, arbeitete er bei der Post, sein erlernter Beruf war Friseur. Nach der Heimkehr aus dem KZ wurde er allerdings nicht mehr von der Post aufgenommen. Er nahm eine Stelle als Vertreter bei einer traditionsreichen Firma aus der Monarchie, die Leder- und Schuhpflegemittel herstellte, an. Im Alter von 52 wechselte er in die Textilbranche.

Seinen Lebensgefährten, Willi K., lernte Josef übrigens 1946 kennen. Sie waren bis zu Josefs Tod im Jahre 1994 ein Paar. Auch wenn Josef K. aus Rücksicht auf seine Familie nicht an die Öffentlichkeit treten wollte, so lebten sie ihre Partnerschaft doch ganz selbstverständlich und innerhalb ihrer Familien, Verwandtschaft und im Freundeskreis offen und von diesen akzeptiert. Seine Familie und sein Freundeskreis waren Josef K. gerade in der ersten Zeit nach der Rückkehr aus dem KZ sehr wichtig. Er suchte Geselligkeit und Gesellschaft und ging daher sehr viel aus. In späteren Jahren und mit zunehmendem Alter zog er sich freilich lieber in seinen Garten zurück, den er mit Leidenschaft pflegte.

Keine Entschädigung

Der Name Josef K. ist in Österreich auch eng mit den Bemühungen um Wiedergutmachung verbunden. Entschädigung für seine KZ-Haft bekam Josef K. nach dem Krieg von der Republik jedoch keine. Unmittelbar nach der Befreiung, noch 1945, wandte sich Josef K. an die provisorisch eingerichtete Stelle für KZ-Heimkehrer im Wiener Rathaus. Dort gab man ihm jedoch gleich zu verstehen, daß er als „Warmer“ keine Unterstützung zu erwarten hätte. Man schlug ihm allerdings vor, seinen Winkel in den roten der „Politischen“ „umzufärben“, wenn er sich der jeweiligen Partei anschlösse. Dieses Angebot lehnte er – im Gegensatz zu einigen anderen Rosa-Winkel-Häftlingen – ab. Dazu war er zu stolz als Homosexueller. Schließlich wurde er mit einem Bezugsschein für einen Gasherd abgespeist – einen Bezugsschein wohlgemerkt, kaufen mußte er den Herd schon selber!

Als später das Parlament ein entsprechendes Opferfürsorgegesetz (OFG) erließ, fand diese ablehnende Haltung Eingang in das Gesetz. Es sah Entschädigung ausschließlich für aus rassischen, politischen oder religiösen Gründen Verfolgte vor. Verfolgung aufgrund der Homosexualität wurde nicht als typisch nationalsozialistisches Unrecht angesehen, da diese in Österreich sowohl vor als auch nach dem Anschluß verboten war. Und diese Argumentation wurde ausdrücklich auch auf die Schutzhaft im KZ nach Verbüßung der gerichtlich verhängten Strafe angewandt.

An einer Entschädigung nach dem OFG war Josef K. allerdings gar nicht so sehr interessiert, da sie finanziell nicht gerade großzügig war. Die Republik Österreich zahlte den anerkannten Opfern für jedes Monat im KZ eine Entschädigung von rund 850 Schilling. Viel interessanter war für Josef K. die Anerkennung der Haftzeit als Beitragsersatzzeit für die Pension. Als er 1976 in den Ruhestand trat, sprach er bei allen möglichen Stellen in dieser Sache vor – allerdings vergebens. Schriftliche Eingaben machte er zu diesem Zeitpunkt keine. Er ließ es dabei bewenden und wurde an jedem Monatsersten daran erinnert, daß seine Rente durch die sechs Jahre KZ-Haft entsprechend niedriger war. Besonders ärgerlich und empörend fand er dabei den Umstand, daß SS-Wärtern ihre „Dienstzeit“ im KZ sehr wohl als Versicherungsbeitragszeit auf die Pension angerechnet wurde, sofern ihnen keine Verbrechen nachgewiesen werden konnten.

1985 nahm die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien Kontakt mit Josef K auf. Mitarbeiter der HOSI Wien hatten von einem Bekannten vom „Fall“ Josef K. gehört. Es kam zu einem Gespräch, bei dem die HOSI Wien ihre volle Unterstützung für seine Bemühungen um Wiedergutmachung zusagte.

Josef K. entschloß sich jedoch, weitere Schritte zu setzen, ohne die HOSI Wien beizuziehen bzw. darüber zu informieren: Im Juli 1986 machte er eine Eingabe bei der Volksanwaltschaft. Diese setzte sich in bewundernswerter Weise für die Sache ein, scheiterte aber an der Pensionsversicherungsanstalt und am Sozialministerium. Im März 1988 teilte die damalige Volksanwältin Franziska Fast Josef K. mit Bedauern mit, daß man nichts für ihn erreichen konnte. Daraufhin schrieb Josef K. an Bundeskanzler Franz Vranitzky. Im August 1988 ließ die Volksanwaltschaft zu Josef K.s Überraschung wissen, daß man in seiner Angelegenheit mit dem Sozialministerium weitere Gespräche und Abklärungen durchführen werde.

1988 beging Österreich sein großes Bedenkjahr – der Anschluß jährte sich zum 50. Mal. Die HOSI Wien nahm es zum Anlaß, nachdrücklich ihre Forderung nach Wiedergutmachung zu stellen. Unterstützt wurden diese Bemühungen durch die Grünen mittels entsprechender parlamentarischer Anfragen an den Sozialminister. 1988 und 1989 befaßte sich zudem der Nationalrat mit Novellierungen des OFG sowie des ASVG. Die Erweiterung des Begünstigtenkreises auf Homosexuelle scheiterte jedoch an den drei etablierten Opferverbänden, die sich vehement dagegen wehrten.

Ähnlich erfolglos blieb 1990 ein Gespräch der HOSI Wien mit dem damaligen Sozialminister Walter Geppert. Es wurde allerdings in Aussicht gestellt, Einzelfälle wohlwollend prüfen zu wollen. Man dachte offenbar an eine typisch österreichische Lösung: Mögliche Einzelfälle hätte man auf dem Kulanzweg positiv beschieden, zu einer anständigen offiziellen Lösung war man nicht bereit. Die HOSI Wien sollte solche Fälle namhaft machen. Im Ministerium wären keine Fälle bekannt. Das war eine glatte Lüge – denn zu diesem Zeitpunkt war das Ministerium bereits durch die Volksanwaltschaft mit dem Fall Josef K. befaßt worden, was die HOSI Wien aber damals noch nicht wußte.

Das Sozialministerium weigerte sich auch, seine umfangreichen Akten selbst auf Rosa-Winkel-Häftlinge zu überprüfen. Daß die HOSI Wien zu diesem Zeitpunkt keinen einzigen konkreten Fall vorlegen konnte – von Josef K. nahm sie ja an, daß er kein Interesse hatte –, war für das Ministerium willkommener Vorwand, eine Änderung der gesetzlichen Regelungen abzulehnen – die HOSI Wien hatte ein eigenes Opferfürsorgegesetz für Homosexuelle vorgeschlagen, um den Konflikt mit den politischen Opferverbänden zu umgehen. Überdies war das Ministerium nicht bereit, selbst Aufrufe an homosexuelle Opfer über die Massenmedien und geeignete Kanäle zu richten.

Schließlich wandte sich die HOSI Wien auf Anraten einer Abgeordneten ebenfalls an die Volksanwaltschaft. Im Mai 1992 kam es zu einem Gespräch mit der mittlerweile neuen Volksanwältin Evelyn Messner. Sie berichtete, daß sie noch nie mit der Frage der Wiedergutmachung für ein homosexuelles NS-Opfer konfrontiert worden war. Allerdings lag ihr gerade eine Beschwerde in einer Pensionssache vor. Die Volksanwältin gab zu verstehen, daß sie persönlich die Nichtentschädigung von homosexuellen NS-Opfern als großes Unrecht empfände, die Volksanwaltschaft indes keine Möglichkeit hätte, entsprechende Initiativen im Parlament zu setzen. Sie wollte jedoch das Anliegen in ihren Tätigkeitsbereich an den Nationalrat aufnehmen. Was sie auch tat – auf diese ihre Initiative ist es zurückzuführen, daß das Parlament im Juni 1995 ein Gesetz über die Gründung eines Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus verabschiedete, der in erster Linie für die bis dahin „vergessenen“ Opfer gedacht war. Das Gesetz sieht ausdrücklich vor, daß der Fonds auch an wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgte Personen Leistungen erbringen kann. Zwei Personen sollten schließlich aus diesem Grund Zahlungen aus diesem Fonds (je 70.000 Schilling) erhalten.

Aber zurück ins Jahr 1992: Der Volksanwaltschaft gelang es schließlich doch noch, die Anrechnung der KZ-Zeit auf Josef K.s Pension durchzusetzen. Im Oktober 1992 erhielt er ein entsprechendes Schreiben von der Volksanwältin – die positive Erledigung seiner Eingabe hatte sich über sechs Jahre hingezogen! Begründung fand sich im Bescheid der Pensionsversicherungsanstalt keine. Die Rechtslage war und ist jedenfalls genauso eindeutig wie beim OFG: Laut Allgemeinem Sozialversicherungsgesetz (ASVG) können Ersatzzeiten für Pensionsbeiträge nicht für Haftzeiten aufgrund eines Tatbestands, der auch vor und nach dem Anschluß bestraft wurde, anerkannt werden. Der Differenzbetrag wurde Josef K. dann auch für die bisherigen Pensionsjahre nachgezahlt. Nach der Neuberechnung hatte seine Pension jedoch dann eine Höhe erreicht, durch die er seine bisherigen Ansprüche als Mindestrentner auf Mietzinsbeihilfe und diverse Gebührenbefreiungen verlor. Unterm Strich hatte er daher trotz der Neufestsetzung der Pension nicht viel mehr. Dennoch war es ihm eine Genugtuung, eine volle Pension zu beziehen und nicht von Beihilfen leben zu müssen. Josef K. ist der einzige österreichische Rosa-Winkel-Häftling, dem seine KZ-Haft als Ersatzzeit auf die Pension angerechnet worden ist.

Als die HOSI Wien von diesem positiven Ausgang der Pensionsangelegenheit erfuhr, kontaktierte sie Josef und seinen Lebensgefährten Willi. Der Autor dieser Zeilen suchte die beiden im März 1993 auf – übrigens, das erste und einzige Mal, daß er mit Josef K. zusammentraf –, um sie zu überreden, jetzt doch auch um Wiedergutmachung nach dem OFG anzusuchen. Das Ministerium bestehe ja darauf, mit Einzelfällen befaßt zu werden, und habe ja wohlwollende Prüfung zugesagt. Josef K. wollte es sich überlegen – der Gedanke, sich wieder mit diesem Teil seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen, war ihm doch lästig. Er entschloß sich zwar dann, den Antrag zu stellen, tat dies aber wieder ohne fremde Hilfe.

Ich hörte nach meinem Besuch nichts mehr von den beiden. Als ich mich im Februar 1994 telefonisch wieder meldete, erfuhr ich von Willi, daß der eingebrachte Antrag auf Ausstellung eines entsprechenden Opferausweises im Dezember 1993 vom zuständigen Amt der Wiener Landesregierung abgelehnt worden war. Zu diesem Zeitpunkt hatte Josef K. bereits vier Schlaganfälle, einen langen Krankenhausaufenthalt hinter sich und war in einem Pflegeheim aufgenommen. Willi wollte aufgrund von Josefs Gesundheitszustand gegen den negativen Bescheid nicht mehr berufen. Ich konnte Willi aber dazu überreden. Wie es der Zufall wollte, telefonierten wir am letzten Tag der Einspruchsfrist. Es blieb also wenig Zeit, die Berufung zu schreiben. Gemeinsam formulierten wir die erforderliche Einspruchsbegründung und faxten ein paar Minuten vor Mitternacht den Einspruch ans Amt der Wiener Landesregierung.

In den nächsten Tagen telefonierte die HOSI Wien mit der zuständigen Magistratsabteilung, um Druck für eine rasche Entscheidung zu machen. Dabei erfuhr sie, daß der erstinstanzliche negative Bescheid nach Rück- und in Absprache mit dem Sozialministerium erlassen wurde. Merkwürdig – wollte das Ministerium doch mögliche Fälle wohlwollend prüfen. Die HOSI Wien telefonierte daraufhin wieder mit dem Büro des Sozialministeriums, um sich über diesen Umstand empört Luft zu machen. Ihr wurde erklärt, das Ministerium könnte erst – im positiven Sinne – tätig werden, wenn es aufgrund des Instanzenzugs mit der Sache befaßt würde. Daher mußte der Antrag in erster Instanz abgelehnt werden. Die HOSI Wien deponierte jedenfalls angesichts des Gesundheitszustands von Josef K. eindringlich die Forderung nach rascher und positiver Berufungsentscheidung und bestand auf einem neuerlichen Gesprächstermin mit dem Minister – auch dieser hatte inzwischen gewechselt. Schließlich wurde ein Termin mit seinem Sekretär für den 11. April vereinbart.

Josef K. verstarb am 15. März 1994 im 80. Lebensjahr, ohne jemals von der Republik Österreich für seine KZ-Haft entschädigt worden zu sein. Die Bürokratie und ihre Zyniker der Macht hatten einmal mehr obsiegt.

Josef K.s Lebensgefährte Willi K. lebt heute 77 jährig in Wien.

Source : Kurt Krickler, HOSI Wien.

Photo : Entrée du camp de Sachsenhausen, situé à une trentaine de kilomètres de Berlin (no copyright).

Triangles roses et signes distinctifs

Les populations [des camps] de doivent pas pour autant ne pas être identifiées, et même si leur destin commun semble scellé entre les barbelés. Identification indique marquage, pour une stigmatisation spécifique. Jean Vigreux rajoute : "Le déporté porte sur son pyjama rayé le triangle ou l'étoile qui stigmatisent. C'est une hiérarchie raciste et sociale établie et voulue par les nazis. Chaque déporté en camp de concentration ou d'extermination était confronté à la mort. Mort par la faim, mort par épuisement, mort par les maladies, par les expériences médicales, par les tortures ou les exécutions sommaires. Ou encore la mort par les chambres à gaz".

Un marquage sur les vêtements s'élaborera en effet peu à peu pour les détenus en camp d'internement et de concentration. Dans son livre sur "l'organisation de la terreur" paru en 1995 aux éditions Calmann-Lévy, l'historien Wolfgang Sofsky note : "Avec la réorganisation des camps, la SS introduisit en 1936 un système de catégories permettant de caractériser les groupes de détenus. Sur la partie gauche de la poitrine et sur la jambe droite des pantalons on cousait, à côté du numéro du détenu, un triangle de couleur (...) Les 'adversaires politiques', la première catégorie à être entrée dans les camps, restèrent d'abord sans signe distinctif. C'est seulement en 1937 qu'on introduisit pour eux le triangle rouge". Il précise : "L'élément décisif pour la figuration des classes sociales était le système des classifications, la taxinomie des couleurs, des triangles et des signes distinctifs."

Les autres détenus "criminels" recevaient ainsi un triangle vert, les "asociaux" un triangle noir, les homosexuels un rose, les émigrés un bleu, les Tziganes d'abord un triangle brun puis noir. Les Juifs portaient l'étoile de David à six branches. Les étrangers, le plus souvent identifiés comme "politiques", avaient sur le triangle rouge l'initiale indiquant leur nationalité, un "F" pour les Français, un "P" pour les Polonais, un "S" pour les Espagnols. Les prisonniers placés en compagnie pénitentiaire étaient signalés par un point noir au sommet de leur triangle. Les détenus des convois "nuit et brouillard" étaient marqués de larges bandes rouges, portaient une croix sur le dos et, à droite et à gauche, les lettres "NN" (pour "Nacht und Nebel"), que l'on retrouvait sur les jambes du pantalon. Quant à ceux qui étaient soupçonnés de vouloir s'évader, ils étaient signalés par une cible rouge et blanc sur la poitrine et sur le dos, pour être visés par les mitraillettes au moindre mouvement de foule suspect, comme sur un stand de foire.

Mais ces codifications visuelles étaient finalement moins à l'usage des SS pour mieux identifier ces populations captives dans la gestion des camps que pour créer en permanence un différentiel entre les détenus et entretenir entre eux une méfiance par la visibilité, la mise en blason, oserions-nous dire, de ces différences sociales. Elles signifiaient également une hiérarchie de l'avilissement à disposition des kapos.

Le triangle rose, à la couleur de petite fille dans le but de ridiculiser la masculinité, se généralisera peu à peu dans les camps après que de nombreuses lesbiennes aient porté le triangle noir des asociaux ou que la barrette bleue ait marqué certains homosexuels, confondus avec les catholiques réfractaires, comme Pierre Seel dans le camp alsacien de Schirmek. D'autres étiquetages existèrent, encore plus infâmes : un témoignage recueilli dans les archives du Mémorial de l'Holocauste de Washington, celui d'Erwin Forly, tchèque déporté pour homosexualité à Auschwitz, parle d'un étiquetage spécial : "Certains premiers déportés homosexuels durent porter autour de leurs hanches un tissu jaune arborant un 'A' majuscule. Il représentait l'initiale de 'Arschficker', littéralement 'baiseur de cul'." Mais quand le triangle rose sera finalement adopté dans la plupart des camps, il ne sera pas pour autant un triangle comme les autres. Pour être plus visible de loin, il faisait trois centimètres de plus de côté que tous les autres triangles. Comme le dit Heinz Heger : "les pédés, il fallait les reconnaître de loin !"

Tout sur-marquage fait partie du fonctionnement du camp, cet espace captif où il est impératif pour survivre d'avoir plus stigmatisé que soi. Finalement, le plus grand marquage est entre hommes et sous-hommes, comme le décrit Wolfgang Sofsky : "Au sommet, l'opposition raciste entre l'être humain et les sous-hommes. Les Slaves, les Tziganes, les Juifs tendaient à ne pas être du tout considérés comme membres de la société humaine. Ils constituaient une catégorie placée en marge, sinon au delà de toute socialité. La persécution prenait ici le caractère d'une élimination systématique. Le critère racial dominait tous les autres. Un juif de Belgique ou de France également classé dans la catégorie 'opposant politique' ou 'criminel' était d'abord un juif (...) En bas de l'échelle de la déviation se tenaient enfin les '175', les homosexuels. Bien qu'ils n'aient pas représenté un risque politique, ils occupaient une position marginale analogue à la catégorie des 'sous-hommes'. Les opposants idéologiques et politiques, autant qu'ils aient pu être combattus par les SS, faisaient partie de la société du camp. On les opprimait mais on les redoutait aussi. On ne livrait pas de véritable combat, en revanche, contre les groupes marginaux des asociaux et des homosexuels : ils étaient anormaux, nuisibles, superflus. A eux, le pouvoir du camp n'octroyait que la moquerie, le mépris et la mort".

A partir de 1933, les camps de concentration de Dachau et d'Orianenburg reçoivent de nombreux homosexuels, dont de nombreux militants et d'autres qui avaient pris le risque de la visibilité, la torture et la délation faisant le reste. L'historien Eugène Kogon, chargé par les Alliés d'un rapport après le procès de Nuremberg et auteur de 'L'Etat SS', a pu identifier quant à lui d'autres destinations pour les homosexuels : "Concernant les transports vers les camps d'extermination tels ceux de Nordhausen, de Natzweiler ou de Gross-Rosen, les homosexuels fournissaient le plus fort pourcentage". Eugène Kogon rajoute : "Le camp avait cette tendance compréhensible de se séparer d'éléments considérés comme moins importants, de peu de valeur ou sans valeur".

Une cruauté spécifique et meurtrière concerne donc les homosexuels, que confirme l'autrichien Heinz Heger, détenu à Auschwitz : "Jusqu'en 1942, afin de réduire le nombre de prisonniers, il était usuel que chaque camp envoie à différents moments un contingent d'une centaine de déportés ou davantage vers les camps d'extermination où ces derniers étaient gazés ou injectés. Le choix de ceux qui devaient être liquidés relevait de la responsabilité du secrétariat du camp des prisonniers, à la tête duquel se trouvait le doyen. Lorsque celui-ci était un déporté politique, on a toujours pu constater que la plus grande partie des déportés envoyés à l'extermination était formée, et de loin, de déportés au triangle rose". De la sorte, les déportés pour homosexualité se retrouvaient par exemple dans la carrière de pierres de Buchenwald. Détenu au bloc 36, l'homosexuel Jaroslav Bartl témoigne : "Nous travaillons dans la carrières de pierres dans des conditions impossibles, sous les hurlements et les violences des contremaîtres, et sous la menace des fusils SS. Les blessures et les accidents mortels étaient quotidiens. Le kapo recevait chaque matin une liste de détenus, avec leur numéro, qui ne devaient pas rentrer".

Source : Les Oubliés de la Mémoire, Jean Le Bitoux, Editions Hachette Littératures, 2002.

Photo : Nomenclature des signes distinctifs des déportés.

Quelques réflexions et interrogations sur le massacre des homosexuels par les nazis


Combien d'homosexuels ont été massacrés par les nazis ? Cinquante mille ? Cent mille ? Un million ? Ces chiffres ont été cités. Pareille imprécision en dit long sur le peu d'attention accordée par les historiens à un phénomène tout de même plus significatif qu'une "bavure". Si l'horreur n'est pas proportionnelle au nombre de zéros qui l'illustrent, les chiffres permettent néanmoins de mesurer l'ampleur du phénomène. Dans son discours sur l'homosexualité du 18 février 1937, Himmler déclarait : "Si j'admets qu'il y a un ou deux millions d'homosexuels, cela signifie que 7 à 8 ou 10% des hommes sont homosexuels. Et si la situation ne change pas, cela signifie que notre peuple sera anéanti par cette maladie contagieuse. A long terme, aucun peuple ne pourrait résister à une telle perturbation de sa vie et de son équilibre sexuel. Si vous faites entrer en ligne de compte - ce que je n'ai pas encore fait - les deux millions d'hommes tombés à la guerre et si vous considérez que le nombre de femmes reste stable, vous pouvez imaginer combien ces deux millions d'homosexuels et ces deux millions de morts - donc quatre millions d'hommes en tout - déséquilibrent les relations sexuelles en Allemagne : cela va provoquer une catastrophe. "

L'homosexuel apparaît donc comme une des victimes désignées des théories raciales. Malade contagieux, il menace la pureté de la race aryenne et met en péril son accroissement. Himmler insiste en affirmant que le fait homosexuel "représentait une hypothèque pour l'avenir de l'Allemagne". Et Goering de surenchérir, pour qui l'éradication de l'homosexualité constituait une condition de la "défense et de la protection du sang et de l'honneur des Allemands".

Faut-il en conclure que les homosexuels sont autorisés à figurer au martyrologe des années 1933 à 1945 ? Beaucoup répugnent à franchir le pas. On leur refuse souvent ce triste privilège en estimant qu'ils n'ont pas résisté ou qu'ils n'ont pas combattu. Il conviendrait d'abord de vérifier si cette affirmation s'applique à tous. Mais, de toute manière, cet argument rappelle singulièrement le discours qui prétend minimiser le génocide des Juifs en "expliquant" qu'ils se sont laissé conduire vers les camps comme des troupeaux. En adoptant pareil raisonnement, on aboutirait à considérer comme des victimes de deuxième ou troisième catégorie les vieillards, les enfants, les malades, tous ceux et toutes celles qui pour des raisons physiques ou psychologiques se sont trouvés démunis devant l'entreprise criminelle. On dira aussi que les homosexuels n'étaient pas des opposants au régime nazi. On ne peut le nier pour beaucoup d'entre eux si l'on prend le terme "opposant" dans un sens restreint. On peut même affirmer que certains ont été séduits, au début, par les fastes spartiates des organisations hitlériennes. Mais d'autres ne se sont-ils pas trompés ou n'ont-ils pas été trompés qui se sont retrouvés ensuite aux mains des tortionnaires ? S'écriera-t-on : "Tant mieux pour eux !" ?

Mais le terme "opposant" mérite qu'on s'y arrête. Il désigne évidemment ceux qui, de quelque manière, luttent contre un système, mais celui-ci, surtout en dictature, ne manque jamais de définir et de désigner ses opposants de façon plus ou moins arbitraire. Tel fut le sort de tous ceux qui, pour des raisons réelles ou inventées, gênaient les nazis. Et de toute manière, avant 1933, apparaissaient comme des opposants aux nazis, au même titre que les sociaux-démocrates et les communistes, ceux qui militaient dans des mouvements homosexuels allemands particulièrement nombreux jusqu'en 1933. L'opposition à une idéologie peut se manifester autrement que par l'adhésion à un parti ou le dépôt d'un bulletin dans une urne électorale : un mode de vie suffit. C'est bien pourquoi les premières rafles atteignirent, outre les politiques, les homosexuels repérés grâce aux listes saisies dans leurs organisations. A vrai dire, pour être un "vrai" opposant, ou un "vrai" résistant, il faut en avoir le temps et les moyens.

Ni résistants ni opposants : l'image pourrait rassurer si elle n'évoquait celle de l'homosexualité véhiculée, ou plus exactement amplifiée par les nazis. (...)

Les hitlériens tenaient dans le plus profond mépris la morale dite bourgeoise. En privé, ils ne manquaient pas de s'en gausser, mais ils ne se privaient pourtant pas de l'utiliser avec un art consommé lorsqu'elle convenait à leurs fins. Or, de même que l'antisémitisme, la répugnance à l'égard des homosexuels existait dans de larges couches de la population allemande bien avant les premières manifestations du nazisme. Au lendemain de la Première Guerre mondiale, l'Allemagne avait connu une affirmation du mode de vie homosexuel tout à fait exceptionnelle à l'époque et qui, pour certains, sent encore le soufre aujourd'hui. La violence antihomosexuelle avait d'ailleurs crû proportionnellement à l'émergence publique de ce vécu peu compatible avec les tabous ancestraux. Devant ce phénomène, l'idéologie nazie ne se montra guère imaginative, elle puisa dans l'arsenal accumulé par les milieux les plus divers depuis le parti communiste jusqu'aux églises. Une fois le régime en place, il lui suffit d'affûter les vieilles armes et de les utiliser jusqu'au bout comme à son habitude. En procédant de la sorte, il rassura une partie du peuple allemand effrayé de la "décadence" sans émouvoir grandement les "vrais" opposants. (...)

Raconter le martyre homosexuel au même titre que les autres suscite une peur ou une hostilité qui se nourrit aussi d'une constatation : ils étaient assimilés à des "droits communs". Il convient d'abord de se demander si tous les "droits communs" méritaient le camp de concentration quoi qu'ils aient pu commettre avant. Après tout, la démocratie postule l'humanité des peines. Si des "droits communs" ont complaisamment fait le jeu des bourreaux, est-il scandaleux de demander si ce fut toujours le cas et si certains d'entre eux ne méritent pas aussi un hommage posthume ? Il n'en reste pas moins vrai que les homosexuels allemands étaient des délinquants puisque, depuis le début du XIXe siècle, l'article 175 du Code pénal incriminait l'homosexualité masculine à tout âge. Mais il convient aussi de rappeler qu'en 1933, sur proposition de sa commission de la Justice, le Reichstag était à la veille d'abroger cette disposition. La République fédérale, quant à elle, a mis près de trente ans pour seulement l'atténuer. Nous devons donc utiliser avec prudence les notions de délinquance et de criminalité. Liées au comportement de l'individu, elles reflètent aussi l'opinion plus ou moins arbitraire que s'en fait la société. Elles recèlent la même dose de subjectivité que les appellations "opposants" ou "résistants". Mais faire admettre que l'on puisse assimiler résistance et délinquance est encore une conclusion qui ne réunira pas l'unanimité. Il s'en est pourtant fallu de peu que les homosexuels ne fussent plus des délinquants aux yeux de la moribonde démocratie allemande de 1933. Les nazis héritèrent donc de justesse de l'article 175, ils se contentèrent d'aggraver l'incrimination et de prévoir, pour les homosexuels, la prison à vie : on sait ce que cela signifiait pour eux. On peut imaginer que, de toute façon, ils auraient ressuscité l'article 175. Mais aurait-on pu, par la suite, comptabiliser une telle décision parmi leurs crimes ?

La déportation des homosexuels soulève encore une question qui continue de causer un certain embarras dans d'autres domaines : l'attitude de certaines autorités dans les pays occupés par les troupes allemandes. Un homosexuel alsacien, survivant du Struthof, André Spitz, déclare :

"(...) le travail des hommes de la Gestapo fut facilité par la police française qui leur livra les fichiers des homosexuels. (Gai Pied, 15 mai 1981)."

Un autre rescapé, Camille Erremann, confirme cette accusation :

"(...) c'est en prison, lorsque j'ai vu mes camarades de Colmar et des environs, que j'ai appris que le fichier des homosexuels était aux mains de la Gestapo".

Il affirme que deux cents personnes furent ainsi arrêtées en raison des complaisances du commissaire de Colmar à l'égard de la Gestapo. Pourtant, estime-t-il, nul ne pouvait ignorer ce qui adviendrait :

(...) l'opinion alsacienne, dans sa majorité, savait ce qui se préparait à quelques dizaines de kilomètres de chez elle, de l'autre côté du Rhin. La radio allemande déversait des slogans nazis sans ambiguïtés (...) j'ai su, en 1935, que l'on déportait les homosexuels allemands au même titre que les opposants politiques, les Juifs ou les prêtres. Des amis alsaciens l'avaient appris en Allemagne par d'autres amis homosexuels qui vivaient dans la terreur d'être dénoncés. (Gai Pied, 26 mars 1983).

Si ces témoignages relèvent du fantasme, qu'on les dénonce comme tels.

Pour dissimuler certains aspects de la vie concentrationnaire que l'on n'aime pas trop évoquer, on se réfugie parfois dans une vue manichéenne de l'histoire qui devient alors très hagiographique. Aux bourreaux, on oppose les saints et, par pudeur ou par embarras, on condamne à l'oubli ceux qui s'accommodent mal de ces catégories, notamment les homosexuels. Manière aisée d'éluder aussi le comportement des prisonniers entre eux. Heinz Heger, homosexuel autrichien, déporté de 1939 à 1945, consacre plusieurs pages de son journal à sa relation avec d'autres prisonniers. Qu'on le sache d'emblée, Heger n'a survécu que parce qu'il s'est prostitué : il fut le mignon de Kapos, de Tziganes, de Juifs, de "droits communs", de Polonais. Cela suffit-il pour le déconsidérer ?

Considérés par les nazis comme des déchets d'humanité, méprisés par les autres prisonniers, les homosexuels constituaient, selon Heger, des victimes prioritaires, en particulier pour les sévices sexuelsCertains homosexuels prétendent avoir souffert plus que les autres dans les camps de concentration. mais au-delà d'une certaine intensité dans l'horreur, peut-on vraiment établir une gradation ? Néanmoins, il convient tout de même de se demander si vraiment les homosexuels étaient choisis par priorité pour subir des expériences médicales destinées notamment à les "guérir", pour grossir les Kommandos de la mort des carrières de Sachsenhausen où ils seraient disparus par milliers, pour figurer comme gibier dans les "stands de tir au pédé vivant". Que penser enfin de ces affirmations de Guy Hocquenghem :

"L'hostilité des politiques, des militants de gauche dans les camps, à l'égard des Triangles Roses, est bien connue. On sait qu'en un autre camp que celui de Heger, ils demandèrent à être hygiéniquement séparés des enculés. Somme toute, les politiques, qui sont en général ceux qui causent encore aujourd'hui à la télé quand on parle des camps, éprouvaient le même dégoût à l'idée d'être enfermés avec les pédés que Heger à l'idée d'être commandé par des droits communs. La concurrence rouges/verts, politiques/droits communs pour les postes de responsabilité dans les camps, semble démontrer que ces deux catégories étaient celles où se recrutaient d'ordinaire les Kapos, la crème des camps. A l'autre extrémité, asociaux, fous, homosexuels, Juifs, seuls voués au massacre, devaient choisir s'ils voulaient survivre leurs protecteurs. Par chance pour Heger, son camps vit le triomphe des verts. Ailleurs, où les rouges triomphaient, les listes d'extermination établies par le secrétariat autogéré des déportés à l'usage des SS comprirent en première ligne les Triangles Roses. Les politiques s'en justifient naturellement en disant qu'ils portent en tête de liste ceux qui sont les plus faibles, les plus condamnés de toute façon, les moins utiles à une quelconque résistance."

Propos excessifs ? Reflet partiel de la réalité ? Ici encore, la parole est aux historiens. On ne peut nier en tout cas que le "bon" fonctionnement du monde concentrationnaire reposait notamment sur les rivalités ou les haines entre déportés, savamment entretenues par les nazis. Quoi d'étonnant dès lors à ce que les homosexuels aient été des pions de choix dans cette macabre stratégie ?

Un élément vient encore jeter le trouble, il s'agit de l'équation "nazisme = homosexualité". La Nuit des longs outeaux du 30 juin 1934 reste une des épisodes sanglants les plus connus des l'histoire du nazisme. De nombreux SA y furent assassinés, et parmi eux des homosexuels dont Ernst Röhm. Enfin un massacre d'homosexuels dont on parle sans se gêner ! Et de manière un peu simpliste on oublie parfois qu'il s'agissait surtout, pour les dignitaires du régime, de se débarrasser d'un rival dangereux qui avait été longtemps le favori de Hitler. Le régime en profita pour se refaire une virginité et proclamer son attachement à l'orthodoxie sexuelle; ses adversaires y virent une occasion de déconsidérer le nazisme en le taxant de cultiver l'homosexualité. Finalement celle-ci déplaît à tous et tous s'en servent pour disqualifier l'adversaire.

Aujourd'hui encore, cet échange de malédictions a laissé des traces. Qu'il y ait eu des homosexuels parmi la SA et la SS, nul ne le nierait. Himmler déclarait:

"Aujourd'hui encore, il se présente tous les mois un cas d'homosexualité dans la SS. Nous avons de huit à dix cas par an."

Dix cas par an ne permettent pas de prétendre que la SS constituait une pépinière d'homosexuels ou que ceux-ci s'y précipitaient en masse. La "masculinisation" de la société nazie doit-elle conduire à conclure que les sphères dirigeantes comptaient plus d'homosexuels qu'il ne s'en trouve dans les rouages des sociétés démocratiques ? Même si la réponse était affirmative, cela ne devrait pas suffire pour assimiler nazisme et homosexualité ni pour passer sous silence le massacre des homosexuels par les nazis.

Texte : Michel Vincineau, chargé de cours à l'Université libre de Bruxelles.
" Nous avions des brouettes et nous devions transporter de la terre pour faire une butte destinée à retenir les balles derrière les cibles du stand de tir. Après quelques jours, des groupes de SS vinrent pour s'entraîner au tir pendant que nous, nous travaillions. Naturellement nous ne voulions pas continuer pendant les exercices. Mais les kapos nous y contraignirent en nous menaçant de leurs gourdins ou de leurs fouets. Les balles sifflaient dans nos rangées. Beaucoup de nos camarades tombaient, certains blessés d'autres mortellement atteints. Et bientôt nous nous aperçûmes que les SS au lieu de tirer sur les cibles préféraient nous viser, nous les déportés : ils faisaient la chasse aux conducteurs de brouette."

Texte : Le tir aux pédés, Heinz Heger (lire).

Photo : Déportés au travail dans la briquetterie du camp de Sachsenhausen. (orig : USHM)
"Jusqu'en 1942, afin de réduire le nombre de prisonniers, il était usuel que chaque camp envoie à différents moments un contingent d'une centaine de déportés, ou davantage, vers les camps d'extermination, où ces derniers étaient gazés ou tués par injection. Lorsque le doyen [du secrétariat du camp qui choisissait les futures victimes] était un déporté politique, on a toujours pu constater que la plus grande partie des déportés envoyés à l'extermination était formée, et de loin, de déportés au triangle rose." -- Heinz Heger, déporté à Auschwitz.

Texte : Triangles et signes distinctifs, Jean Le Bitoux...

Photo : Appel des détenus. Dessin de Walter Timm, Cycle Sachsenhausen (1945), condamné au titre du §175 et déporté au camp de Sachsenhausen de 1943 à 1945. (Orig : Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Joachim Müller und Andreas Sternweiler, Schwules Museum Berlin, Verlag Rosa Winkel, 2000.)
"Ceux qui prétendent qu'on ne sait pas, ou qu'il s'agit d'un fantasme de folles, devront se rendre à l'évidence. Les carrières de Sachsenhausen où disparurent des commandos entiers de Triangles roses, où Heger a échappé à un stand de tir au pédé vivant, sont un Auschwitz homosexuel. De plus, lire ces pages ne constituera pas seulement un hommage — purement symbolique, hélas — à ces disparus, mais fera réfléchir. Plus que d'autres, nous devons nous sentir alertés, car, comme le dit Bertolt Brecht : “... le ventre est encore fécond d'où est sortie la bête immonde”.

Texte : Les hommes au Triangle Rose, le livre de Heinz Heger, Pierre Nouveau (lire).

Photo : Pendaison sur la place d'appel. Dessin de Walter Timm, Cycle Sachsenhausen (1945), condamné au titre du §175 et déporté au camp de Sachsenhausen de 1943 à 1945. (Orig : Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Joachim Müller und Andreas Sternweiler, Schwules Museum Berlin, Verlag Rosa Winkel, 2000.)